|
|
| Sie sind hier: Home - Karibik - Martinique |
|
|
Das
erste mal Karibik.
Vom 14. Dezember 2002 bis zum 02. Januar 2003 sind wir auf Martinique.

Ich habe einen relativ günstigen Flug mit Air France gebucht.
Es geht vom Flughafen München Franz Josef Strauß mit einer Boeing 737-500 erstmal nach Paris Charles de Gaulle.
Dann müssen wir in Paris den Flughafen wechseln.
Die Flüge nach Martinique gehen alle ab Paris Orly. Der Flughafenwechsel dauert aber nur 50 Minuten.
Von
Paris Orly geht es mit einer
Boeing 747-400 etwas über 8 Stunden nach Fort de France zum Flughafen Lamentin
Nach 4 Stunden Flug erscheint zum ersten mal das Anschnallzeichen. Wir kommen in ein Unwetter. Zeitweise ganz schön heftig. Das Flugzeug wird sauber durchgeschüttelt. Nach 30 langen Minuten ist alles vorbei. Zwei kleinere Unwetter sollen noch folgen.
Um 20:15 Uhr Ortszeit landen wir es hat wunderbare 24 Grad.
Jetzt suchen wir nur noch unsere Autovermietung, mit
der wir schon von zu Hause aus per Fax alles klar gemacht haben. Für etwas über
500 € haben wir für 2 ½ Wochen einen dunkelblauen Renault Clio 1,2 gemietet.
Unser Gepäck geht mit etwas
Geschick gut rein. Wir haben kurz mit dem Vermieter
über die Abgabe gesprochen und schon geht es im Dunkeln ins 30 km. Entfernte Le
Marin. Str
aßenbeleuchtung gibt es hier nicht. Die Scheiben waren so was von
verschmiert, das man bei entgegenkommenden Autos kaum etwas gesehen hat.
In
Le Marin angekommen finden wir relativ schnell unsere Unterkunft. Schnell die
Koffer hoch und unter die Dusche. Wir waren Klatsch nass. Kein Wunder vor 12
Stunden hatten wir noch 30 Grad weniger. Wir genießen die Aussicht über die
Bucht und gehen gegen 23 Uhr schlafen. Die Optimale Zeit um gegen den Jetlag
anzukämpfen. Wir spürten überhaupt nichts davon.

Wir
hatten in Le Marin ein Appartement mit einem wunderschönen Blick über den
Hafen.
Besonders am Abend hatten wir vom Balkon aus immer einen tollen Sonnenuntergang.
Hinter dem Haus war noch ein Swimmingpool.
Le
Marin ist ein kleiner Ort im Süden der Insel. Der Ort ist ein
wichtiges Ferienzentrum.

Der Naturhafen von Le Marin ist Ausgangspunkt für Fahrten zu nahe gelegenen Korallenriffen und Überfahrten in Richtung St. Lucia, St. Vincent und den Grenadinen. Der Jachthafen ist einer der größten der Karibik.
Auf
Martinique war natürlich Baden angesagt. Der Strand von Grande
Anse des Salinas, nur 10 km. entfernt war unser erster Strand.
In einigen
Reiseführern
hieß es, das der Strand von Salinas der schönste von Martinique sei, ließ die
Erwartungen steigen. Aber wir wurden nicht enttäuscht.
Gleich an der Schotterstraße konnte man im Schatten parken.
Der Strand ist mit Sicherheit
einige Kilometer breit und war so ziemlich das schönste, was ich an Stränden
bisher gesehen habe.
Das Wasser war 28 Grad warm, viel zu warm wie wir dachten,
aber wir sollten eines besseren belehrt werden.
Durch das heiße Wetter war es anfangs
sogar eine kleine Überwindung ins Wasser zu gehen.
Die Wellen waren manchmal bis 2 Meter hoch. Man wollte gar nicht mehr aus dem Wasser raus.
Es waren meistens wenig Leute da. Die nächsten Nachbarn waren zeitweise 100 Meter weit weg.

Am
Strand gab es einen kleinen Wohnwagen. Hier gab es für 2 € ein eiskaltes
Lorreine Bier. Herrlich.
Man kann hier auch ein paar
Kleinigkeiten Essen, aber
nur ein Snack kostete schon zwischen 6 und 11 €.
Zu
empfehlen ist der Salat
und gegrillten Thunfisch. Es war gut scharf, wohl mit dem Gewürz Piment versehen.
Garnelen und Colombo (Muschelfleisch) war auch sehr lecker, dazu natürlich Lorreine-Bier.
Wenn ich an Martinique zurück denke, fällt mir immer einer der schönsten Strände der Welt ein: Grande Anse des Salinas.

Ein
weiterer bekannter Strand ist Le
Diamant.
Wir haben am Ortsausgang zwischen Friedhof und Markt am großen Parkplatz geparkt. Das ist ungefähr die Mitte vom 4 km. langen Strand. Wir sind von da aus rechts Richtung Pointe de Diamant gegangen.
Nach ca. 1 km. Haben wir uns ein bisschen unter den Palmen hingelegt.

Es sind relativ wenig Leute da. Der Strand ist ziemlich schmal, dafür sehr lang. Das Wasser kommt fast bis zu den Palmen. Es kann deshalb keiner hinter uns liegen.
Ein
junger Einheimischer kam uns nicht ganz geheuer vor. Die ganze Zeit ist es
hinter uns her gegangen. Als wir unsere Handtücher ausgebreitet haben. Hat es
sich hinter uns gesetzt, und ist die ganze Zeit um uns herumgeschwänzelt. Als
wir gehen wollten, ging er auch ganz schnell. Also sind wir noch etwas
dageblieben.
Die Wellen sind hier sehr hoch (teilweise über 2
m.). Draußen stehen auch Warnschilder, das die Strömung hier sehr gefährlich
ist.
Direkt
am Strand haben wir einen Friedhof besichtigt. Man merkt hier was für ein Totenkult
getrieben wird. Fast jedes Grab ist gefliest und manchmal wie ein kleines Haus
gebaut.
An
einem kleinen Markt konnten wir natürlich nicht
vorbeifahren. Die Marktfrauen waren überaus freundlich.
Etwas frisches Obst musste sein.
Wir haben dort den berühmten
Ti-Punsch probiert (sehr stark), haben uns
aber für den selbst gemachten Tropical Punsch entschieden.
Abends auf dem Balkon
den Sonnenuntergang genießen, Herz was willst du mehr.
Lohnenswert ist ein kurzer
Fotostopp am Pointe
de
Diamant. Hier hat man einen tollen Blick auf den Felsen Rocher de Diamant.

An einem klaren Tag wie heute kann man die Insel St. Lucia sehen.
Man kann übrigens
eine Tagesfahrt auf einem Katamaran von Marin aus machen (119 €).
Weiter
ging es die Küstenstraße nach Ste.
Luce. Ein kleiner netter Ort, der einen längeren Aufenthalt verdient
hat.
In Anse Corps de Garde gab
es ein paar kleine Strände wo wir für ein paar Stunden abkühlten. Eine
Flasche Sekt, ein Baguette und etwas Käse rundeten unser Wohlgefühl ab.
Nächstes Ziel war Ste. Anne ebenfalls ein netter Ort.
Kurz dahinter ist ein kleiner Strand Anse
Caritan.
Die Straße ist etwas gewöhnungsbedürftig. Direkt an der Straße sind kleine
Parkbuchten, wo man es nicht weit zum Meer hat.
Pointe
de Bout. Hier ist der Sitz der Festlandfranzosen.
Es ist
einer der wenigen Orte, die ein kleines bisschen von Tourismus haben (jemand der
nur das Mittelmeer kennt würde sagen überhaupt nichts).
Es ist ganz nett mal durchzuschlendern, aber wir sind froh, das wir hier nicht wohnen. Der kleine Hafen ist schön anzusehen.
Hier haben wir in einer kleinen Hafenkneipe etwas getrunken und ein paar T-Shirts gekauft.
Von hier aus
kann man
mit der Fähre nach Fort de France fahren.
Die Überfahrt hat ca. 25 Minuten gedauert (6 €
pro Person für hin- und zurück). War richtig schön. Das Wetter war super,
keine einzige Wolke am Himmel. Wir hatten in der Stadt 34 Grad.

In Fort de France angekommen, war gleich gegenüber
den Steg ein kleiner Markt, mit den üblichen Souvenirs von Martinique. Im
Touristikbüro habe ich mir erst einmal einen Stadtplan geholt. Von da aus sind
wir zunächst die Straße am Meer Richtung Norden gegangen (Rue Ernest Deprage).
Dort sind einige Klamottengeschäfte, ich glaube wir waren in allen.

Am Fluss sind wir rechts rein in die Boulevard Allegre. Wir wollten zum Parc Floral. Es war sehr interessant, hier waren auch einige Stände von Einheimischen aufgebaut. Der Parc Floral war nichts, er sah ziemlich verfallen aus.
Um den Park an einem großen Friedhof vorbei sind wir für
die nächsten Stunden ins Zentrum.
Als erstes haben wir uns ein Hähnchen-Baguette gekauft.
Anschließend ging es durch die Einkaufsstraßen. Es war heute ziemlich viel los.
Man hat gemerkt das viele noch Geschenke für Weihnachten eingekauft haben.
Am Hafen haben wir in einer netten Kneipe noch ein Lorraine Bier getrunken.

Von Fort de France nehmen wir die N2 Richtung Norden.
Wir fahren durch
Schoelcher, weiter am Meer nach Case Pilote, Bellefontaine, Le Carbet bis in die ehemalige Hauptstadt
St.Pierre. Immer ist
der Mont Pelee im Blickpunkt.
St.Pierre ist ein kleines nettes Städtchen. Die Straßen ziemlich eng, dafür die Bürgersteige sehr klein.
Nach einer Stunde
Aufenthalt geht es weiter zum Mont Pelee.
Wir fahren über den schönen Ort Le Morne Rouge bis zum Aussichtspunkt und start für die Besteigung des Pelee.

Erstens ist es uns zu heiß und zweitens haben wir auch nicht die richtige Ausrüstung
dabei. Turnschuhe reichen nicht aus.
Am
8. Mai 1902 war bisher der mächtigste Ausbruch. Auf dem
Vulkanexplosivitätsindex wurde es mit der Stärke 4 verzeichnet . Während der
Eruption wurde die sieben Kilometer vom Gipfel
entfernt
am Meer liegende Inselhauptstadt Saint-Pierre vollständig vernichtet, 40.000
Menschen starben dabei.
Es geht weiter zurück nach Le Morne Rouge, dann links ab im Landesinneren Richtung Fort de France.
Hier fährt man durch einen
wunderschönen Regenwald. Es würde sich lohnen eine
der vielen Wanderungen zu
machen. Markierte Wanderwege findet man viele.
Wir machen nach einer schönen
und sehr kurvenreichen Strecke halt im Le Jardin de
Balata.
Der Eintritt (6,50 €) lohnt sich wirklich. Gleich am Eingang fliegen viele Kolibris herum. Anschließend wanden wir durch einen wunderschönen Park.
Besonders beeindruckend sind die verschiedenen Palmen, der hohe Bambus, Zierbananen, Orchideen und viele schöne tropische Pflanzen mit farbenprächtigen Blüten, an denen man sich nicht satt sehen kann.


Ein Besuch auf einer Rumplantage darf natürlich auch nicht fehlen.
Auf Martinique gibt es insgesamt 15 Rum-Destillerien.
|
Clement |
Courville |
Depaz |
Dillon |
Saint James |
J. Bally |
J. M. |
La Mauny |
|
Neisson |
Duoquesne |
Saint Etienne |
Trois Rivieres |
Hardy |
Le Galion |
Le Favorite |
Zwei davon haben wir besucht.

Auf der kleinen Straße Richtung St. Esprit ist kurz
nach dem Ortende von Le Francois die Habitation
Clement.
Für 4 € kann man sie besichtigen.
Mit der Eintrittskarte ist auch eine kleine Rumprobe mit eingeschlossen.
Besonders hat uns der Orange-Rum geschmeckt. Wir haben gleich 3
Flaschen mitgenommen (je 7,80 €). Im Supermarkt war er 1 Euro billiger.

Die Anlage ist sehr schön und auch sehr gepflegt.
Wir konnten alles bis auf das Herrenhaus, das momentan renoviert wird,
besichtigen.

Die größte Destellerie von
Martinique ist La Mauny.
Sie hat einen Marktanteil von 30%. Auf der N5 ist sie schon beschildert.
Ein paar Kilometer hinter Riviere Pilote Richtung Landesinneren findet man sie. Ab 10 Uhr beginnen die stündlichen kostenlosen Führungen, die aber leider nur in französisch durchgeführt werden. Dafür bekommen wir einen Handzettel in englisch mit den wichtigsten Informationen.

Kurz vor dem
Ausgang gibt es die übliche Probierstube und den Souvenirshop. Hier haben wir
uns noch mit ein paar Andenken eingedeckt. Was und gewundert hatte, das selbst
das Probieren nichts gekostet hatte.
Wenn man die beiden Destellerien miteinander
vergleicht, ist nach meinem Geschmack Clement die schönere. Sie ist größer
und landschaftlich viel schöner angelegt.

Im
Südosten der Insel (Atlantikseite) liegt Le
Vauclin. Der Ort ist nichts besonderes.
Hier gibt es einen Markt der wirklich nur von einheimischen besucht wird.
Am Ortende ist der Strand, zum Baden lädt er nicht gerade ein. Aber zum Surfen und Segeln muss er gut sein.
Man hat hier
sehr schön die Korallenriffe gesehen.

Weiter
ging es auf der N6 am Atlantik durch endlose Bananenplantagen vorbei.

Bis nach Le
Francois.
Hier kommen anscheinend weniger Touristen her.
Wir haben hier einen kleinen Obst- und Gemüsemarkt besucht.
Man glaubte fast hier ist
eine kleine Einkaufsstraße, aber bis auf zwei Schuhgeschäfte, ein paar Kneipen und
ein kleiner Supermarkt war aber nichts da.

Von Cap
Chevalier (im
Südosten) war ich etwas enttäuscht, die
ganze Atlantikseite ist voller Tank.
Der Wind geht
hier ziemlich stark. Es waren ziemlich viele Autos am Parkplatz, aber baden würde
ich hier nicht. Um den Talk flogen irgendwelche kleine Viecher und da musste man
durch, um ins Wasser zu kommen.
Anschließend haben wir uns Sainte Anne etwas genauer angesehen.

Wir haben oben am Friedhof geparkt. Hier hat man eine schöne Aussicht über die Bucht bis Le Marin.

Der Strand scheint auch nicht schlecht zu sein, nur war er heute rappelvoll. Also nichts für uns, vielleicht ein anderes mal.
Im Ort war
ein kleiner Markt. Dort haben wir eine neue Rumvariante ausprobiert und gekauft.
Rum mit Blutorange (10 €), schmeckt lecker.

An
der Südostküste liegt Grand Anse.
Die Straße zwischen Grand Anse und Les Anses-d`Arlet ist etwas abenteuerlich. Teilweise habe ich sie nur im 1 Gang geschafft.
Grand Anse ist ein kleiner schöner Ort mit einem kleinen netten Sandstrand.
Am Steg dröhnte die typische Musik aus der
Strandkneipe. Ungefähr 100 vom Strand weg ist eine kleine Insel, wo man gut
Schnorcheln kann.
Les
Trois Ilets ist ein kleiner Ort im Südwesten den wir schon oft durchfuhren, aber noch nie
die Zeit hatten ihn genauer zu begutachten.

Am Hafen ist es sehr schön, eine
breite Promenade mit vielen Bänken zum ausruhen. Geschäfte gibt es relativ
wenige. Von hier aus kann man auch mit dem Schiff nach Fort de France übersetzen.
Unsere
letzten Stunden auf Martinique waren wir am Flughafen Lamentin.
Die Koffer abgegeben, dann zum letzten mal bummeln am
Flughafen.
Der
Flughafen ist sehr sauber und übersichtlich. In der oberen Etage gibt es eine Menge von Geschäften, wo man alle Souvenirs kaufen kann, die es auf der Insel
gibt.
Unser Rückflug ging um 22:45 Uhr nach Paris Orly mit
einer Boeing 747. Ankunft in Paris um 11:55 Uhr. Bis auf
einmal war es ein sehr ruhiger Flug.
Es geht wieder mit dem Shuttlebus nach Paris Charles de Gaulle.
Wir hatten Glück das wir überhaupt starten konnten. Wegen Sturms wurden viele Flüge nach hinten verschoben.